Erster Weltkrieg bis Ende der Weimarer Republik

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Nach dem ersten Weltkrieg lag das Deutsche Reich am Boden. Durch den Versailler Vertrag wurde dem Reich die wirtschaftliche Existenzgrundlage weitgehend entzogen. Das galt ganz besonders für Wehrmacht und Marine. Letztere traf Kiel besonders.

Kiel war seit 1871 Reichskriegshafen und hatte durch diesen Status kulturellen und vor allem wirtschaftlichen Aufschwung bekommen. Fast die gesamte Industrie war an die Marine aus-gerichtet. Durch den verlorenen Krieg und den daraus entstandenen Sanktionen brach die Wirtschaft in Kiel zusammen. Das änderte sich auch nicht wesentlich in den nachfolgenden Jahren. Der Schiffbau lebte vom Erstellen von Luxusjachten und überstand somit auch die Zeit der Inflation.

Kulturell war es in Kiel nicht besser gestimmt. 1919 wollte Kiel zum ersten mal wieder die Kieler Woche aufleben lassen. Aus politischen Gründen fand diese aber nicht statt. Erst ein Jahr später gingen die ersten Boote bei der „Kieler Regatta“ an den Start.

Seinerzeit wurde um den Felca-Preis gesegelt, eine fast halbzentnerschwere Silberbowle (benannt nach dem Bankiers Felix Simon und Carl Hagen), die schließlich 1927 nach drei Siegen hintereinander von dem Schweden Gustav Estlander endgültig gewonnen wurde.

Die Jahre der Weimarer Republik waren für Kiel und der Kieler Woche sehr schwer. Welt-wirtschaftskrise ließen die Kassen der Stadt ins Minus rutschen. Dabei wurde Kiel in den 20er Jahren von großen Vorbildern gerne besucht. Albert Schweizer und Albert Einstein ge-hörten im Rahmen der Herbstwochen, die neben der Kieler Woche von 1920 bis 1927 statt-fanden, zu den Besuchern der Stadt. 1932 kam dann auch für die Kieler Woche kurz das Aus, bis die Nationalsozialisten die Woche für sich entdeckten.

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