„Eine solche Wasserpartie ist äußerst angenehm“, sagte M. W. Fack in seinem Kiel-Führer im Jahre 1867. Gemeint war damit eine Förde-Schifffahrt von Kiel über Bellevue nach Laboe. Facks Ausspruch gilt unverändert. Einmal „Kieler-Förde-Rund“ ist für Gäste, Besucher, Urlauber und gelegentlich auch Kieler ein absolutes Muss. Mit garantiertem Sightseeing. Gemütlich an Oberdeck sitzend, ist in aller Ruhe und zumeist ganz nahe alles zu betrachten, was Hafen und Förde zu bieten haben: Werft HDW mit Kränen und mit Schiffen am Aufrüstungskai. Gegenüber der Eckmannspeicher, dann Satorispeicher. Die Oldtimer-Schiffe an der Museumsbrücke. Die ehemalige Fischhalle mit dem besonderem Dach (heute Schifffahrtsmuseum). Von See kommt die riesige „Color Fantasy“ der Kiel-Oslo-Fährverbindung auf, passiert ganz dicht an Backbordseit. Beiendruckend!
Johann Kinau
Das Segelschulschiff Gorch Fock wurde nach Johann Kinau, der sich als Schriftsteller "Gorch Fock" nannte, benannt. Kinau wurde am 22.08.1880 in Finkenwerder (bei Hamburg) als Sohn einer Fischerfamilie geboren.
Institut für Meeresforschung (Aquarium)
Gerade die Ostsee bildet ein dankbares Objekt für die Meeresforschung. Sie stellt ein ideales natürliches Laboratorium dar. Dieses relativ kleine und im Durchschnitt nur 55 Meter tiefe Meer nimmt unter allen Nebenmeeren des Atlantischen Ozeans eine extreme Sonderstellung ein. Dies äußert sich insbesondere durch die starke Abriegelung gegen alle ozeanischen Einflüsse und durch die erhebliche Süßwasserzufuhr von den umgebenden Ländern. Dadurch ist die Ostsee das größte Brackwassermeer der Erde. In der großen „Mischpfanne“ vor den Toren Kiels, in der sogenannten Beltsee, findet man auf engstem Raum fast ozeanische und fast limnische Wasserverhältnisse (Salz- und Süßwasser). Durch vergleichende Betrachtungen lassen sich hier die gegenseitige Abhängigkeit der physikalisch-chemischen und der biologischen Erscheinungen aufs beste studieren.
Ein Besuch ganz besonderer Art bietet das Schleswig-Holsteinische Freilichtmuseum, das seit 1961 vor den Toren Kiels bei Molfsee angesiedelt worden ist. Für die Besichtigung der hier vor ihrem Untergang bewahrten Bauernhäuser aus allen Teilen des Landes sollte man einen ganzen Tag einplanen.
Der Botanische Garten ist wirklich eine Sehenswürdigkeit in Kiel. An schönen Tagen kann man dort die ganze Pracht von Blumen und Pflanzen entdecken, die es in diesen Breitengraden sonst nicht geben würde.
Viele Plätze hat der Botanische Garten in Kiel schon gesehen und seit 1985 wohl seinen endgültigen Standort erhalten, inmitten des Biologiezentrums der Christian-Albrechts-Universität in Kiel. In einem Rundgang, der sich über acht Hektar erstreckt, kann der Besucher eine faszinierende Pflanzenwelt sehen. Pflanzen als allen Vegetationsbereichen unserer Erde werden auf dem Kurs dargestellt und durch kleine Tafeln beschrieben. Ein Höhepunkt sind die Gewächshäuser, in denen tropische Pflanzen ausgestellt werden.
Neben einer großen Sehenswürdigkeit, dient der Botanische Garten selbstverständlich auch zu Forschungszwecken. Wissenschaftler und Studenten arbeiten gleichermaßen an den außergewöhnlichen Pflanzen.
Nicht nur für Besucher, sondern auch für Kieler ist ein Besuch des Botanischen Gartens ein Muss.
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