1887 bildete sich der erste Segelverein in Kiel - der Marine-Regatta-Verein (MRV) und hatte schon im ersten Jahr 251 Mitglieder. Höchste Pominenz war Prinz Heinrich, der zu dieser Zeit im Schloß residierte.
Im Mai 1891 gründete sich der MRV zum KYC um - Kaiserlicher Yacht-Club. "küz" - so sprach man damals KYC aus. Kommodore war Kaiser Wilhelm II.
Der Club hatte anfangs seine Räumlichkeiten in Räumen der neuerbauten Marineakademie (dem heutigen Landeshaus, in dem Schleswig-Holsteins Landtag seinen Sitz hat). 1897 war das Klubvermögen zwar beträchtlich angewachsen, doch reichte es für ein eigenes Klubhaus nicht. Da kam Friedrich Krupp aus Essen.
Am Strandweg (dem heutigen Hindenburgufer), zu dessen Aufschüttung er der Stadt 200.000 Mark überwies, entstand in schönster Lage das Kuppsche Logierhaus (heute Haupthaus des Weltwirtschafts-Instituts). Der Kaiserliche Yacht-Club hat sein Haus: Büroräume, Wasch- und Umkleideräume und ein Damenzimmer im Nebenbau und, über einen gedeckten Gang im ersten Stock zu erreichen, Vorstandszimmer und eine Flucht von Gesellschaftsräumen im gesammten ersten Stock des Restaurationsgebäudes, das wiederum mit dem Logierhaus verbunden war. Alles war Kruppbesitz; aber: Für Miete, Versicherungsprämien, Telefon, den Bürobetrieb überhaupt hatte der Kaiserliche Yacht-Club eine "symbolische Mark" zu zahlen.
Kaiser und Krupp - das war Garantie, dem vornehmsten Segelverein im Deutschen Reich anzugehören, auch dem leistungsfähigsten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte sich der KYC umbenannt bzw. wurde er 1945 neu gegründet mit dem Namen Kieler Yacht-Club. Die alten Räumlichkeiten wurde von den Briten besetzt. Erst 1952 konnte der Kieler Yacht-Club wieder in seine alten Clubräume zurück. Seither ist der KYC eine feste Institution der Kieler Woche.

