Werft HDW

Joomla Plugin

Geschichte

Luftbild von HDW KielAls "Maschinenbau-Anstalt und Eisengießerei" gründeten Johann Schweffel und August Ferdinand Howaldt ihr Unternehmen "Schweffel & Howaldt" 1838 in Kiel. Die junge Firma baute Dampfmaschinen und Kessel für Schiffe, stellte Öfen und Kochgeschirr her und versorgte die Landwirtschaft mit Geräten aus Guß- und Schmiedeeisen.

Der Schiffbau kam später. Im deutsch-dänischen Krieg entstand bei Schweffel & Howaldt 1851 der Kieler Brandtaucher, das erste schwimmfähige Unterseeboot der Welt, das bereits nach den Grundprinzipien der heutigen U-Boote konstruiert war. Erst 1865 begann der Schiffbau mit voller Kraft. Der erste Dampfer erhielt den Namen "Vorwärts" - ein Symbol für die Zukunft.

Schiffbau in AktionKeine 20 Jahre später feierte die Werft ihr hundertstes Schiff, und schon um die Jahrhundertwende zählten die "Howaldtswerke" zu den bedeutenden deutschen Werften. Mit verschiedenen Eigentümern, unterschiedlichen Rechtsformen, Produktionsstätten in Kiel und Hamburg überdauerte die Werft beide Weltkriege.

Die Geschichte einer Werft ist auch immer die Geschichte ihrer Schiffe. Weit über 1500 hat HDW gebaut - Schiffe aller nur erdenklicher Typen, darunter das Polarforschungsschiff "Gauß" (1901), das zweite Motorschiff der Welt "Monte Penedo" (1911), den Transatlantikliner "Imperator" (1913), den ersten Supertanker der Welt "Jupiter" (1914), den ersten schwimmenden Flugzeugstützpunkt für den transatlantischen Postverkehr "Ostmark" (1936), den ersten 40.000 tdw-Tanker "Tina Onassis" (1953), den Atomfrachter "Otto Hahn" (1968), das Polarforschungsschiff "Polarstern" (1982), das neuartige lukendeckellose Containerschiff "Norasia Fribourg" (1993) und zuletzt das lukendeckellose Feeder-Containerschiff "Norasia Samantha" (1998).

Ihren heutigen Namen "Howaldtswerke-Deutsche Werft AG" bekam die Werft durch die Fusion der "Kieler Howaldtswerke AG" mit der "Howaldtswerke Hamburg AG" und der "Deutsche Werft AG". In den Folgejahren konzentrierte sich der Schiffbau ganz auf die modernste, die Kieler Werft.

Moderner Schiffbau

HDW ist eine Universalwerft für anspruchsvolle Schiffe jeder Art und Größe. Sie gehört zu den modernsten Schiffbaubetrieben Europas. Sowohl im Handels- als auch im Marineschiffbau hat HDW eine technologische Spitzenposition auf dem Weltmarkt, u.a. bei der Entwicklung, der Konstruktion und beim Bau von Containerschiffen und U-Booten.

Das Produktprogramm umfaßt außerdem: Fähren für den Passagier- und Frachttransport, Kreuzfahrtschiffe, Gastanker, Marineüberwasserschiffe, Schiffskomponenten sowie die Modernisierung, Umbauten und Reparaturen von Marineschiffen.


Texte und Bilder wurden uns mit freundlicher Genehmigung der Howaldtswerke-Deutsche Werft AG zur Verfügung gestellt.

HDW - die größte deutsche Werft

HDW ist seit dem Konkurs der Bremer Vulkan und der Übernahme der schwedischen Kockums-Gruppe das größte deutsche Schiffbauunternehmen. Weltweit beschäftigt die HDW bei einem Umsatz von rund zwei Milliarden DM etwa 5.000 Arbeitnehmer. Mit mehr als 3.000 Beschäftigten in Schleswig-Holstein und 10.000 Menschen, die direkt und indirekt von der Werft und ihren Zulieferern leben, ist das Unternehmen für rund fünf Prozent der industriellen Beschäftigung im nördlichsten Bundesland verantwortlich. Auf der Universalwerft entstehen U-Boote, Kreuzfahrtschiffe, schnelle Fähren und Fregatten. In den vergangenen 25 Jahren hat die Werft rund 200 Schiffe der unterschiedlichsten Typen gebaut, darunter auch Container- und Tankschiffe. Die HDW gilt als eine der weltweit modernsten Fertigungsstätten für Schiffe. Seit der Übernahme von Kockums sind die Kieler der größte Hersteller von konventionellen U-Booten weltweit.

Kieler Nachrichten

 

Powered by Bullraider.com