Aquarium (IFM)

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Institut für Meeresforschung (Aquarium)

Gerade die Ostsee bildet ein dankbares Objekt für die Meeresforschung. Sie stellt ein ideales natürliches Laboratorium dar. Dieses relativ kleine und im Durchschnitt nur 55 Meter tiefe Meer nimmt unter allen Nebenmeeren des Atlantischen Ozeans eine extreme Sonderstellung ein. Dies äußert sich insbesondere durch die starke Abriegelung gegen alle ozeanischen Einflüsse und durch die erhebliche Süßwasserzufuhr von den umgebenden Ländern. Dadurch ist die Ostsee das größte Brackwassermeer der Erde. In der großen „Mischpfanne“ vor den Toren Kiels, in der sogenannten Beltsee, findet man auf engstem Raum fast ozeanische und fast limnische Wasserverhältnisse (Salz- und Süßwasser). Durch vergleichende Betrachtungen lassen sich hier die gegenseitige Abhängigkeit der physikalisch-chemischen und der biologischen Erscheinungen aufs beste studieren.

 

Die Vielseitigkeit in Forschung und Lehre kommt schon dadurch zum Ausdruck, dass an dem in den dreißiger Jahren gegründeten Kieler Institut für Meereskunde schon fünf verschiedene Abteilungen koordiniert waren: Ozeanographie, Meeresbotanik, Meereszoologie, Fischereibiologie und ein chemisch-planktologisches Laboratorium. Diese umfassenden Tätigkeiten machten das Institut schon damals zu einem Anziehungspunkt für ausländische Studenten.

Wer durch die Laboratorien geht und in die Aquarien schaut, staunt über die oft seltsamen Meeresbewohner, die sonst nur verborgen vor den Blicken der Menschen leben. Blutrote Algen, zierliche Seesterne, Schwämme und Seenelken sind zu sehen mit einer artenreichen Vielfalt von Fischen.

Ein Besuch im Aquarium lohnt sich allemal. Zudem dort Seehunde in einem freien Becken vor dem Institut zu sehen sind. An schönen Tagen kann man sie beobachten, wie sie sich auf einer Empore sonnen und im Wasser spielen.

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