Der alte Markt ist das alte Stadtzentrum Kiels, gehört aber auch heute noch zum Stadtkern. Bis zum 2. Weltkrieg standen dort sehr wichtige und beeindruckende Bauten, wie etwar das alte Kloster, das alte Rathaus, die Flämischen Häuser, das alte Karstadt-Verkaufsgebäude und der Stadtbrunnen. Lediglich die Nikolei-Kirche hat die Zeit ohne nennenswerte Veränderungen überstanden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde alles um den alten Markt herum wieder instand gesetzt. Anfang der 70er wurde der alte Markt zu dem umgestaltet, wie man ihn auch heute noch vorfinden kann.
Die Nikolei-Kirche
Das 1242 erbaute spätgotische Gotteshaus mit dem 70 Meter hohen Turm lädt aber nicht nur von außen zum Betrachten ein. Auch das Innere ist sehenswert. Im Mai 1944 wurde das Bauwerk fast völlig zerstört und erst in den 50ern wieder neu aufgebaut. Ebenfalls zu bewundern ist der "Geistkämpfer". 1928 wurde sie von Barlach geschaffen und zierte seither die Heiligengeistkirche, die während des Zweiten Weltkrieges völlig zerstört wurde. 1937 wurde die Statue von den Nationalsozialisten entfernt und sollte eingeschmolzen werden. Nur einem Kunstfreund ist es zu verdanken, dass diese Statue noch heute existiert, da er sie entwendet und vergraben hatte. Heute steht der "Geistkämpfer" am Nordwestpfeiler der Nikolei-Kirche. Informationen zu Besichtigungen und Veranstaltungen in der Nikolei-Kirche erhalten Sie unter (04 31) 95 0 98.
Rathaus
Das alte Rathaus, das bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg am Alten Markt stand, war jahrhundertelang der Mittelpunkt des städtischen Lebens und stand seit der Stadtgründung 1242 an dieser Stelle. Mehrmals wurde es umgebaut, zuletzt 1845. Sechs der ehemals vierzehn Gewölbe des alten Rathauses wurden bei der Umgestaltung in den 70er Jahren erhalten und dienen als gemütliches Ambiente in der dort angesiedelten Gastronomie.
Persianische Häuser
Um einst in den Handel mit Persien zu gelangen wurden Packhäuser am Markt errichtet. Leider kam es nicht zu dem Handel und die Häuser wurden abgebrochen. Mit diesen Baumaterialien wurden dann die Häuser am Markt instand gesetzt und dienten dann zu Wohnzwecken. Seither hießen diese Häuser - die persianischen Häuser und waren eine Sehenswürdigkeit in Kiel. Sie hatten zudem die Besonderheit, dass sie nur eine sehr geringe Gebäudetiefe hatten.

