Stadtname Kiel

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Das Lautbild Kiel (Kil, Kyl) hat als geographisch-topographische Bezeichnung die Bedeutung eines Keiles. Niederdeutsch Kiel ="Keil" als Bezeichnung des inneren Teils der Förde, später als Kieler Förde.

 

Die Stadt erhielt ihren Namen nach der Form der Bucht, dem Kil, an dem sie als "de Holstenstad to deme Kyle" gebaut wurde. Der Name Kiel (Kil) stammt aus einem im west-germanischen deutschen Sprachgebiet häufig anzutreffenden, wahrscheinlich schon gemeingermanischen Wortstamm, der "Quell, Gewässer, eine Meeresbucht oder Hafen-Förde" bezeichnete. Er ist also nicht mit der kielförmigen Gestalt eines Schiffsrumpfes in Verbindung zu bringen, sondern mit der kielförmigen Gestalt der Förde.

In einer Urkunde von 1242 trägt die Stadt noch keinen Namen, sondern wird als "civitas Hol-satiae" bezeichnet. Sehr bald hieß sie einfach "Kyl", und ihre Bürger werden in den lateinischen Urkunden "cives de Kyl" genannt. In der Regel wird die Stadt aber als "de stad tom Kile" erwähnt. Ein altes Stadtsiegel, das um 1300 angefertigt worden ist, trägt die Umschrift "Secretum consulu de Kilione", zu deutsch Sekretsiegel des Rates tom Kile.

Nicht die Stadt selbst hatte einen Namen, sondern von der namenlosen Stadt wurde gesagt, wo sie liegt. Sie erhielt ihren Namen also aus einer Ortsbezeichnung: tom Kile = an der Förde.

Da der Hafen zuerst de Kil hieß, hat später ein Ausläufer des Gewässers die unterscheidende Bezeichnung "der kleine Kiel" bekommen. Wie schon erwähnt, ist die ursprüngliche Bedeutung des niederdeutschen Wortes Kiel = Keil. Das Wort hat ein langes i. Die Länge des Vokals bezeichnet man im Mittelniederdeutschen gerne durch eine Verdoppelung. In der Schreibung zog man dann das zweite i herunter unter die Zeile, so dass die beiden i aussa-hen wie ein Ypsilon.

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